Barton Rollreff Kurbel DIY

Hier ist der Master-Schlüssel um das Barton Rollreff zu bedienen!

Bei meinem Boot war jede Menge Schrott mit dabei, aber die Kurbel für das Rollreff nicht. Zum Glück gibt es im Zubehörbereich gut genug passende Lösungen. Der Kenner geht in den Baumarkt und besorgt sich – im Bereich wo Türenbeschläge und Klinken sind – etwas das sich „Olivenstifte“ nennt. Dann noch in der Stärke 7mm und es passt in die Aufnahme am Baum. Eigentlich ist der Innenvierkant wohl ein Zollmaß und etwas größer, läßt sich aber auch so drehen. Wenn nicht dann Ölen 🙂

Dieser Olivenstift läßt sich saugend in eine 9mm Nuß treiben. Ob man dann die mit dem großen oder dem kleinen Antrieb nimmt, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen – oder dem was zur Hand ist… von der Länge her passt es perfekt in den Baum. Vielleicht gleiche ich das leichte Untermaß des Stiftes noch mit Schrumpfschlauch aus.

Ab ins Wasser

Die Gute entert den Trailer und beginnt die Reise ins Wasser. Schnell noch Scheuerleisten, Antifouling und ein Vorhängeschloß dran … irgendwie werden die Tage immer kürzer und die Zeit reicht nicht mehr für alles.

In dem Moment ist so einiges vor meinem geistigen Auge vorbeigeschossen! Irgendwann ging es dann auch mal abwärts … und am Ende dann schwimmt es!

Danke an alle Freunde und Helfer, ihr seid Großartig!!!

Friggin‘ in the Riggin‘


Mit neuer Farbgebung jetzt wieder draußen, da kann man schon mal testen ob es irgendwo reinregnet. Außerdem muß der Mast einmal gestellt werden, um zu prüfen wie viel Bizeps man da braucht und ob alle Teile vom Rigg da sind.

Wer hat die meisten Leitern. Um den Mast überhaupt mit Bolzen in den Beschlag zu bekommen, braucht man schon eine gewisse lichte Höhe – wie man hier sieht. Wie der Segelnheiner aus der ebucht sagte: „Bei den Engländern ist das mit dem Mast hinstellen ne ziemliche Sache“. Am Beschlag unten ist auch etwas Bastelbedarf gewesen, weil vom Grauguß etwas abgebrochen ist – natürlich genau die Ecke die den Bolzen hält.

Schließlich ist der Mast oben. Mit einem kleinen Block am Ankerbeschlag konnte ich eine Leine zum Vorstag umlenken – so viel Bizeps ist gar nicht vonnöten und es geht alleine problemlos. An Land ohne Wind und Seegang, versteht sich.

Es gab sogar Segel mit dazu, zwei mal Fock mit Stagreitern und zwei Großsegel. Bloß die Kurbel für das Rollreff am Großsegel habe ich nicht mehr gefunden…

Bodywork & Fittings

Die meiste Drecksarbeit ist nun erledigt, so langsam geht es wieder an das Zusammensetzen 🙂 Das Regal mit den Edelstahlschrauben kenne ich jetzt bald auswendig. Erfreulicherweise sind alle zölligen Muttern rausgeflogen. Danke Burkhardt für deine zölligen Nüsse !!!

Das Deck mit Antirutschlack, die Ankerkette fertig zum Gebrauch.

Die Schienen mit den Klüsen für die Fockschot sind gereinigt, geölt und mit Dichtmasse wieder montiert.

Das fertig lackierte Heck mit montierter Außenborderhalterung und Badeleiter.

Die originalen Handläufe waren durch Holzschrauben mit Schlitzantrieb befestigt. Jetzt sind M6 Augbolzen aus Edelstahl montiert. Nicht ganz so schön, aber definitiv mehr Festigkeit.

Cockpit mit Loch

Hier noch einmal Respekt vor der Konsequenz des Vorgängers. Die Zerstörung ist groß. Aber zum Glück sind die Öffnungen für die Lenz – Durchlässe noch vorhanden:

Von oben sieht die ganze Sache nicht so wild aus…..

Lass mal sehen ob alles dicht ist !

Nicht, dass dann beim Slippen jemand in die Bilge kriechen muss … danke Holger!

Critical Damage

Das Boot hat eine Beschädigung an der Backbordseite…

Hier sieht man das Gewebe, drumherum ist noch intaktes original Gelcoat. Wirklich gut versiegelt war das nicht …. später mit drei Lagen Epoxy Primer sieht es dann so aus:

Das nächste werden dann wohl die Winschen. Das Innere besteht zum großen Teil aus Staub:

Mein Trailer Park

Der mitgekommene Trailer hat natürlich weder Papiere noch TÜV …. es handelt sich um einen Techau TB 640 ST. 640 bezieht sich dann wohl auf das zulässige Gesamtgewicht. Er hat nach Aussage von Techau in der „Serienversion“ eine Nutzlast von ca. 460 Kg. Wie man es dreht und wendet ist das etwas wenig. Man könnte sich eine Zweitschrift der Betriebserlaubnis zukommen lassen und die Fahrgestellnummer ist auch noch lesbar – lohnt sich aber nicht.